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Seit meinem letzten Frankreichbesuch vor beinahe zwei Jahren gingen sie mir nicht mehr aus dem Kopf: Macarons! Diese wunderbar luftigen Baiser-Makronen aus Mandelmehl, die es in allen möglichen Farben und Geschmacksrichtungen gibt. Allein die Schaufenster, in denen sie liegen, sind eine echte Augenweide. Damals bin ich mit meiner Mutter ständig vor diesen Auslagen stehen geblieben, bis wir endlich ein Päckchen gekauft und uns dann zu Hause in Deutschland darüber hergemacht haben und ….mmh so himmlisch zart und …. traumhaft!

Macarons auf Teller

Jetzt endlich habe ich mich getraut! Die Himbeeren im Garten wachsen wie verrückt und immer nur einfrieren, Marmelade kochen oder Himbeerkuchen backen, wird auf die Dauer ja fast ein bisschen langweilig. Also habe ich mir verschiedene Rezepte herausgesucht und dann einfach mal losgelegt. Und zwar mit diesen Zutaten:

Für den „Teig“:

  • 3 Eiweiß
  • etwas Salz
  • 65 Gramm Zucker
  • 160 Gramm gemahlene Mandeln
  • 250 Gramm Puderzucker
  • 3 Messerspitzen Backpulver

Für die Creme:

  • 200 Gramm Himbeeren
  • 100 Gramm Mascarpone
  • 100 Gramm Schmand
  • 1 Kaffeelöffel Zucker
  • 1 Kaffeelöffel Puderzucker
  • 50 Gramm Butter

Und so geht’s:

  1. Zuerst macht man den Baiser-Teig – für die Cremefüllung bleibt später noch genug Zeit. Das Eiweiß zusammen mit etwas Salz steif schlagen. Dann den Zucker zufügen und so lange weiterschlagen, bis die Zuckerkristalle sich aufgelöst haben und man eine herrlich fluffige, aber dennoch feste Eischnee-Masse hat.
  2. In einer zweiten Schüssel die gemahlenen Mandeln mit dem Puderzucker und dem Backpulver mischen. Dann den Eischnee unterheben.
  3. Die Masse in einen Spritzbeutel geben und kleine Tupfen (meine waren ein wenig groß finde ich, deswegen, habe ich nur etwa 40 Tupfen geschafft, geplant waren etwa 60) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech spritzen. Ein bisschen Abstand lassen ist gut. Aber die Tupfen wachsen nur ein wenig in die Höhe und nicht zur Seite, deshalb muss man nicht allzu viel Platz lassen 😉
  4. Jetzt die Tupfen etwa 20 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen, damit sie ihre passende Form finden. In der Zeit kann dann auch schon mal der Ofen auf 150 °C vorgeheizt werden.
  5. Macarons für ca. 15 Minuten backen. Und danach etwas abkühlen lassen.
  6. Für die Himbeercreme Butter in einem Topf bei niedriger Hitze schmelzen lassen.
  7. In der Zwischenzeit die Himbeeren durch ein Sieb streichen. Dann die weitgehend kernlose Masse (ich finde ein paar dürfen ruhig rein in die Creme, sind halt Himbeeren) mit dem Schwand, der Mascarpone, dem Zucker, dem Puderzucker und dem Vanillezucker mischen. Zum Schluss die geschmolzene Butter unterrühren.
  8. Die cremige Masse auf die Hälfte der Baisers streichen und dann jeweils ein Baiser als Deckel oben drauf drücken. Fertig!

Die Masse wird nicht ganz fest, trotzdem sind die Baisers gut zu transportieren. Ich habe sie abends gleich zu einer Geburtstagsfeier mitgenommen und sie haben nicht lange gehalten. Aber auch aus dem Kühlschrank am nächsten Tag sind die kleinen Dinger echt eine Wucht. Ich schätze mal, sie schmecken immer und überall und sind super schnell herzustellen!

Hinweis:
Für die Creme habe ich tatsächlich die doppelte Menge der Zutaten genommen – hatte mich großteils an ein Rezept gehalten, dass ich irgendwo gefunden habe. Da die Creme aber eher nach Saft aussah habe ich noch die Butter hinzugefügt, das hat die Konsistenz dann doch sehr viel brauchbarer gemacht. Das Ende vom Lied war allerdings auch: zu viel Creme! War aber auch schön: Mit Sojamilch aufgegossen ergab der Rest zwei wunderbare Milkshakes – sehr köstlich und gehaltvoll wie ein Mittagessen! Das fiel dann auch aus 🙂

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