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Ich bin schon lange lange dankbar, dass ich das Leben führen kann, wie ich es mir wünsche – zumindest meistens. Seit Wochen, nein Monaten, nun noch viel mehr! Ich bin ich dankbar für das Leben, dass ich in unserem Land leben kann. Womit habe ich es mir erarbeitet? Eigentlich gar nicht. Es war Zufall, dass ich hier zur Welt kam oder nicht? In der richtigen Wiege aufgewacht, wie meine Nachbarin zu sagen pflegt. Aber seit einigen Tagen bin ich auch erschüttert. Erschüttert, dass ich in einem Land lebe, in dem wieder einmal jeder selbst sich der Nächste ist – zumindest dann, wenn man sich die Berichterstattung ansieht, die jeden Tag mit neuen unschönen Geschichten aufzuwarten weiß. Hatten wir so etwas nicht schon einmal? In seiner schlimmsten Form?

Seid dankbar da draußen!
Dankbar dafür, dass wir hier nicht um unser Leben fürchten müssen, wenn wir auf die Straße gehen, um zum Bäcker, zum Arzt oder in die Schule zu gehen. Immerhin gibt es so etwas hier. Bäcker, Ärzte, Schulen und noch so vieles mehr, wonach sich andere sehnen, was für uns aber einfach nur selbstverständlich ist.

Dankbar dafür, dass wir nicht unser Leben aufs Spiel setzen müssen, um es retten zu können – oder das unserer Familien, unserer Ehepartner, Kinder, Geschwister.

Seid dankbar dafür, dass wir in einem Land leben, das in der Lage ist, sich um Menschen zu kümmern, die sich in einer Notlage befinden, wie sie mit Worten kaum auszudrücken ist!

Seid dankbar dafür, dass es Menschen gibt, die sich gegen diejenigen auflehnen, die meinen „hier sei nicht genug Platz“ für uns alle. Etwas Alberneres habe ich in letzter Zeit selten gehört!

Seid dankbar dafür, dass auch ihr etwas tun – helfen – könnt. Bietet eure Hilfe an, sammelt Kleidung, Hygieneartikel, Spielzeug. Wir haben unsere Keller, Dachböden und Kleiderschränke voll oder etwa nicht? Schenkt den Menschen ein Lächeln und schaut nicht weg oder zieht die Stirn in Falten – das steht doch sowieso niemandem! Spendet Zeit, Empathie und Geld, wenn ihr könnt. Macht euren Mund auf und zeigt den Menschen, was wir tun können. Manchmal reichen kleine Schritte und Gesten, die niemandem weh tun!

Denkt immer daran, es ist Zufall, wo ihr geboren werdet! Seid dankbar, dass ihr diejenigen seid, die helfen können und nicht diejenigen die Hilfe brauchen!

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