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„… es ist ein Klein-Paris!“. Sagte schon Goethe in seinem weltberühmten Faust. Und wie Recht der gute Mann doch hatte. Damals wie heute, die Architektur der größten Stadt Sachsens erinnert unweigerlich an Paris – meine große Liebe unter den Städten ❤

Leipzig Goethestatue © Ariane Lucia Kaiser

Leipzig Goethestatue 

Was ich gesehen habe? Eine Menge! Was ich empfehlen kann? Fast alles davon! 🙂 Besonders aber:

Den Panometer

Momentan, aber nur noch bis zum 20.09.2015, mit der Ausstellung und dem größten Panorama der Welt zu Leipzig 1813 – ein detailgetreues und -verliebtes 360°-Riesenfoto einen Tag nach Ende der Völkerschlacht. Der besiegte Napoleon verlässt die in Rauchschwaden getauchte Stadt, während die Leipziger und Alliierten langsam zurückkehren und das Ausmaß der Schlacht in der Stadt wahrnehmen. Das alles untermalt mit Geräuschen, Gesängen und in Licht getaucht, das innerhalb einer Viertelstunde Tag und Nacht simuliert. Als Besucher begibt man sich auf einen 15 Meter hohen Turm und betrachtet die Stadt so aus der Perspektive vom Turm der Thomaskirche aus.
Wirklich faszinierend und so echt! Atemberaubend.

Atemberaubend wird wahrscheinlich auch die nächste Installation. Ab Oktober zeigt der Panometerkünstler Yadegar Asisi in Leipzig das Great Barrier Reef.

Weitere Panometer gibt es übrigens in Berlin (The Wall) und Dresden. Zusätzliche sind in Planung 🙂

Weitere Infos unter: http://www.asisi.de/de/homepage.html

Das Barfußgässchen

Tagsüber viele Tische und Stühle in einer kleinen Gasse – dem Barfußgässchen eben – nachts das größte Lokal der Stadt! Sämtliche Cafés der Straße sind besetzt. Es steht Stuhl an Stuhl, Tisch an Tisch. Die Hauseingänge sind nur schwer zu erreichen. Und in der Mitte ist gerade mal so viel Platz das ein eng umschlungenes Pärchen die Gasse entlang schlendern kann, um nach einem Tisch Ausschau zu halten – in der Regel anscheinend ein hoffnungsloses Unterfangen. Wir (waren zu dritt und sind hintereinander her getrippelt) haben es jedenfalls nicht geschafft und sind stattdessen von unserer ortskundigen Leipzigerin ein paar Straßen weitergeführt worden zum

Sol y Mar

Das Essen sah hier fantastisch aus! Probiert habe ich es leider nicht – der Rest des Tages war bereits in Teilen der kulinarischen Völlerei gewidmet (siehe weiter unten!). Es war längst nicht so voll wie im Barfußgässchen, aber auch hier haben wir draußen den letzten freien Tisch bekommen. Die Cocktails waren sehr gut – auf jeden Fall mein Touchdown. Mit etwas mehr Enthusiasmus der Bedienungen (sie kamen nicht wirklich häufig vorbei), hätten wir sicherlich auch noch ein, zwei Gläschen mehr ausprobiert.

Innenstadt

Bummeln und einkaufen lohnt sich im Grunde überall in der Innenstadt, mit ihren schönen Gründerzeitbauten und dem asiatisch-angehauchten Riqué-Haus. Das hier früher Handel mit asiatischen Produkten getrieben wurde, ist unverkennbar. Die Passagen sind ein Traum – wer sich gut auskennt, kommt auch im größten Regen relativ trocken durch die Innenstadt – heißt es. Und dann zum guten Schluss lohnt sich natürlich ein Abstecher in die Mädler-Passage und

Auerbachs Keller

Hier begibt man sich bei einer Führung auf die Spuren von Goethes Faust und die Geschichte hinter der Geschichte. Im Anschluss gibt es dann deftiges – aber gutes – Essen! Ja! Wildschwein mit Knödeln und Rotkohl schmeckt hier sogar in den letzten wirklich heißen Augusttagen – der Herbst kann also wirklich nicht mehr weit sein 😉

Nicolaikirche

Tief beeindruckt hat mich auch der Platz um die Nicolaikirche herum – hier wo vor nun über 25 Jahren alles begann und die Wende, die Einigkeit Deutschlands ihren Ursprung in den Friedensgebeten fand. Jeden Abend, wenn es dunkel wird, beginnen 150 Leuchtsteine auf dem Platz rund um die Kirche zu leuchten. Pro Minute ein Einzelner, in Erinnerung an all die Kerzen, die damals in den Händen der Demonstranten brannten. Dazu der Brunnen, der stets überläuft, die Palmsäule und die schlichte glänzende Platte mit dem Datum vom 9. Oktober 1989, die neben dem Datum viele verschiedene Fußabdrücke zeigt. Ein Platz, der Gänsehaut bereitet – selbst an einem schönen sonnigen Tag.

Geschlafen habe ich übrigens im Ramada Hotel Leipzig.

Die Zimmer und auch das Essen sind gut. Auch wenn mir eine ebenerdige Dusche lieber gewesen wäre – das Hotel hat aber ausschließlich Zimmer mit Badewannen. Das Frühstück ist wirklich super! Einziges Manko: Das Hotel ist zu weit draußen. Fast eine halbe Stunde Fahrt mit der Tram oder dem Bus + ca. 15 Minuten Fußweg bis zur Haltestelle. Meine Freundin, die seit zwei Jahren in Leipzig wohnt, kannte nicht einmal den Namen des Ortsteils! Dafür ist man aber super schnell auf der Autobahn Richtung Heimat und die Sachsentherme ist direkt neben an – wer also Bock auf Wellness hat, ist hier richtig.

Ich bin jetzt seit zwei Tagen wieder zu Hause. Aber ich denke mir bereits jetzt: Liebes Leipzig! Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder! ❤

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